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Forschungsfelder

Diversität und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft

Der Forschungsschwerpunkt „Diversity and Participation in the Migration Society“ untersucht Migration als konstitutives Merkmal gegenwärtiger Gesellschaften. Im Zentrum stehen Fragen gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Inklusion sowie Aushandlungsprozesse, Konfliktdynamiken und Polarisierungstendenzen in superdiversen Gesellschaften. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Wechselwirkungen zwischen klassischen sozialen Ungleichheitsdimensionen und migrationsbezogenen Diversitätsmerkmalen, insb. Sprache, Religion, Rechtsstatus und Generationenzugehörigkeit.

Ziel des Forschungsschwerpunkts ist es, aktuelle und zukünftige Dynamiken der Migrationsgesellschaft aus interdisziplinären Perspektiven zu analysieren und auf dieser Grundlage konzeptionelle Ansätze für die Weiterentwicklung (staatlicher) Institutionen zu entwickeln.

Diversität und Gesundheit

Der Schwerpunkt Diversity and Health innerhalb der Research Community Diversity and Society der UA Ruhr befasst sich mit diversitäts- und geschlechtersensiblen Fragestellungen der Gesundheit. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Gesundheit über die gesamte Lebensspanne hinweg – von der frühen Kindergesundheit bis zur Gesundheit im hohen Erwachsenenalter –, deren Förderung durch Bildung und Prävention langfristig zu einer gerechteren und besseren Gesundheitsversorgung beiträgt. 

Insgesamt sollen neue Perspektiven auf die Entstehung und Bewältigung gesundheitlicher Ungleichheiten eröffnet und gemeinsame Verbundforschungsprojekte geplant werden, die auch die Partizipation der Betroffenen als wichtigen Bestandteil der Forschung berücksichtigen. 
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer geschlechterspezifischen und migrationssensiblen Medizin, die individuelle Lebensrealitäten in den Blick nimmt. Damit stärkt der Schwerpunkt ein Forschungsgebiet, das angesichts wachsender gesellschaftlicher Vielfalt und sich wandelnder Versorgungsbedarfe vor besonderen Herausforderungen steht.

Mitglieder (alphabetisch): Prof. Dr. rer. nat. Anke Hinney (Sprecherin), Prof. Dr. med. Marie von Lilienfeld-Toal, Dr. Luisa Rajcsanyi, Prof. Dr. Anna-Lena Scherger

Diversität und Diskriminierungskritik in der (Hochschul-)Bildung

Der Forschungsschwerpunkt untersucht die Ein- und Ausschlussmechanismen im Bildungssystem entlang gesellschaftlich relevanter sozialer Differenzen und ihrer intersektionalen Verschränkungen. Er bündelt Forschung zum Themenkomplex Diversität und Diskriminierungskritik mit einem Fokus auf Hochschulbildung. Die Grundlage hierfür bildet Forschung zu Diversitätspolitiken an Hochschulen, Hochschulgovernance und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Makroebene), organisationalen Strukturen und Praktiken in Forschung, Lehre, Transfer als Third Mission, akademischer Arbeit/Karriere sowie der akademischen (Selbst-)Verwaltung (Mesoebene) sowie zur Hochschule als Feld individueller Erfahrungen und des Wissens in den Bereichen Diversität und Diskriminierungskritik (Mikroebene).

Ziel der Forschungen im Schwerpunkt ist es, ein vertieftes Verständnis der Zusammenhänge von Diversität in Bildungsorganisationen auf verschiedenen Ebenen am Beispiel der Hochschule zu gewinnen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse werden für eine diversitätsfreundliche und diskriminierungskritische Gestaltung von Bildungsangeboten im Ruhrgebiet und darüber hinaus bereitgestellt.

Mitglieder (alphabetisch): JProf. Dr. Daniela Giménez Jiménez, Prof. Dr. Liudvika Leisyte, Prof. Dr. Nicolle Pfaff, Dr. med. Cynthia Szalai, Prof. Dr. Henrike Terhart

Diversität und Wissenschaftsfreiheit

Wir befassen uns mit der Frage, was unter Wissenschaftsfreiheit im internationalen Vergleich zu verstehen ist und wie sie in Zeiten einer zunehmenden Demokratie- und Wissenschaftsfeindlichkeit verteidigt werden kann. Wer stellt Wissenschaftsfreiheit aus welchen Motiven infrage? Wie verändern sich die Diskurse über Wissenschaft und Hochschulen? Und wie können Universitäten ihre demokratische Resilienz stärken, ihre institutionelle Autonomie schützen und wissenschaftliche Freiheit unter den Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung sichern? 
 

Dabei analysieren wir unterschiedliche Akteur\*innen, Konfliktdynamiken und institutionelle Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung akademischer Freiheit und demokratischer Resilienz.

Mitglieder (alphabetisch): Yassir Jakani, Prof. Dr. Isolde Karle, Prof. Dr. Kader Konuk, Prof. Dr. Katja Sabisch

Sprachen und Literaturen der Diversität

Der Forschungsschwerpunkt „Sprachen und Literaturen der Diversität“ bündelt die Expertise der UA Ruhr zu Migration, Exil und Mehrsprachigkeit und macht sie für die Research Community Diversity and Society sichtbar. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Verhältnis von Europa und außereuropäischen Welten (insbesondere den Amerikas) sowie auf globalen Geschichtserfahrungen und deren Verarbeitung in Sprache und Literatur. 

Der Schwerpunkt untersucht die Rollen von sprachlichen und literarischen Praktiken in gesellschaftlichen Aushandlungen von Zugehörigkeit, Marginalisierung und Widerstand und verbindet dabei geistes-, sprach- und lebenswissenschaftliche Perspektiven auf Sprache und Vielfalt über alle drei Universitäten hinweg. 
Er schließt unmittelbar an die bestehenden Schwerpunkte zu Ungleichheits- und Sprachforschung sowie Diversität und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft an und trägt zur theoretischen und methodischen Weiterentwicklung der Diversitätsforschung bei, indem er Literatur und Sprache als eigenständige analytische Kategorien fokussiert.

Mitglieder (alphabetisch): Prof. Dr. Florian Freitag, Prof. Dr. Susanne Zepp-Zwirner